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Die Jagdarten: Ansitz, Pirsch, Drück- & Bewegungsjagd erklärt
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Die Jagdarten: Ansitz, Pirsch, Drück- & Bewegungsjagd erklärt

15. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit

„Jagen" ist nicht gleich „jagen": Es gibt sehr unterschiedliche Jagdarten, jede mit eigenem Rhythmus, eigenem Reiz und eigenen Anforderungen. Wer die wichtigsten kennt, versteht die Jagd besser — und weiß, welche zum eigenen Einstieg passt. Hier der Überblick.

Die Ansitzjagd

Bei der Ansitzjagd wartest du an einem festen Platz — oft auf einem Hochsitz — auf das Wild. Sie ist ruhig, sicher und damit die klassische Einsteigerjagd. Du beobachtest, sprichst Wild in Ruhe an und gibst einen wohlüberlegten Schuss ab. Geduld ist hier die wichtigste Tugend; gleichzeitig lernst du am Ansitz unglaublich viel über Wild und Revier.

Die Pirschjagd

Bei der Pirsch bewegst du dich langsam und leise durch das Revier, um Wild aktiv aufzuspüren. Das verlangt Geländekenntnis, Gespür für Wind und Wetter sowie sichere Ansprache und Schussabgabe aus teils ungewohnten Situationen. Die Pirsch ist intensiv und lehrreich, aber anspruchsvoller als der Ansitz — etwas für Jäger mit wachsender Erfahrung.

Die Drück- und Bewegungsjagd

Bei der Drückjagd (einer Form der Bewegungsjagd) treiben Treiber und Hunde das Wild ruhig in Bewegung, während Schützen an festen Ständen postiert sind. Sie ist eine Gemeinschaftsjagd, meist im Herbst und Winter, und stellt hohe Anforderungen an Sicherheit, schnelle Ansprache und den Schuss auf flüchtiges Wild. Für Jungjäger ist sie oft der erste Kontakt zur Gemeinschaftsjagd — anfangs gern als Beobachter oder Helfer.

Weitere Jagdarten

Daneben gibt es Spezialformen wie die Lockjagd (Wild wird durch Laute angelockt, etwa bei der Hirschbrunft oder der Fuchsjagd), die Baujagd und die Fallenjagd (Fang von Raubwild unter strengen Regeln). Jede hat ihre eigene Tradition und ihre rechtlichen Rahmenbedingungen.

Welche Jagdart passt für den Einstieg?

Für die allermeisten Einsteiger ist die Ansitzjagd der ideale Start: ruhig, sicher und lehrreich. Mit wachsender Erfahrung kommen Pirsch und die Teilnahme an Drückjagden dazu. Wichtig ist, jede neue Jagdart zunächst mit erfahrener Begleitung kennenzulernen — siehe So startest du als Jungjäger durch.

Häufige Fragen

Welche Jagdart ist für Anfänger am besten? Die Ansitzjagd — sie ist sicher, ruhig und ideal zum Lernen.

Brauche ich für die Drückjagd einen Hund? Du selbst nicht zwingend, aber brauchbare Hunde sind bei Bewegungsjagden zentral und oft vorgeschrieben.

Darf ich jede Jagdart überall ausüben? Nein — was erlaubt ist, hängt vom Revier, der Jagderlaubnis und den rechtlichen Vorgaben ab.

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