
Jagdgenossenschaft & Reviersystem in Deutschland
Die Jagd in Deutschland ist an Reviere gebunden — das sogenannte Reviersystem. Wer es versteht, weiß, wer wo jagen darf und wie die Jagd organisiert ist.
Eigenjagd und gemeinschaftlicher Jagdbezirk
Es gibt zwei Grundformen: Die Eigenjagd umfasst eine ausreichend große, zusammenhängende Eigentumsfläche (ab einer gesetzlichen Mindestgröße). Kleinere Flächen werden zum gemeinschaftlichen Jagdbezirk zusammengefasst.
Die Jagdgenossenschaft
Im gemeinschaftlichen Jagdbezirk schließen sich die Grundeigentümer zur Jagdgenossenschaft zusammen. Sie ist Inhaberin des Jagdrechts auf diesen Flächen und verpachtet die Jagd in der Regel an Pächter. Sie trägt auch eine zentrale Rolle beim Wildschadensersatz.
Hegegemeinschaften
Über einzelne Reviere hinaus arbeiten viele Jagdausübungsberechtigte in Hegegemeinschaften zusammen, um Wildbestände großräumig und abgestimmt zu bewirtschaften — wichtig vor allem beim weiträumig ziehenden Rotwild.
Warum das Reviersystem?
Das Reviersystem verbindet Jagd mit fester Verantwortung für Fläche und Wild: Wer jagt, hegt auch. Das unterscheidet das deutsche System von manchen anderen Ländern und ist ein Grund für die enge Verknüpfung von Jagd und Hege.
Hinweis: Reviersystem, Pacht und Fristen sind im Landesjagdrecht geregelt und unterscheiden sich regional — maßgeblich ist das jeweilige Landesrecht.
Häufige Fragen
Was ist eine Jagdgenossenschaft? Der Zusammenschluss der Grundeigentümer eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks.
Eigenjagd oder gemeinschaftlich? Eigenjagd ab einer Mindestfläche eines Eigentümers, sonst gemeinschaftlich.
Was macht eine Hegegemeinschaft? Sie stimmt die Bewirtschaftung über Reviergrenzen hinweg ab.
Der Weg dahin führt über die Ausbildung
Revier, Recht und Praxis bauen auf einer soliden Ausbildung auf. Vergleiche Jagdschulen nach Bundesland und fordere unverbindlich Angebote an; den Kostenrahmen zeigt der Jagdschein-Kostenrechner.


