
Lockjagd & Baujagd: Besondere Jagdarten
Neben Ansitz, Pirsch und Bewegungsjagd gibt es besondere, traditionsreiche Jagdarten. Zwei davon sind die Lockjagd und die Baujagd — beide verlangen besonderes Können.
Die Lockjagd
Bei der Lockjagd wird Wild durch nachgeahmte Laute angelockt. Klassiker sind das Blatten auf den Rehbock in der Blattzeit (Nachahmen des Fiep-Lauts) und das Locken des Fuchses mit dem Hasenklage- oder Mauslaut. Auch das Reizen in der Hirschbrunft gehört dazu. Lockjagd verlangt Übung, Geduld und gutes Wissen über das Verhalten des Wildes.
Die Baujagd
Die Baujagd richtet sich auf Fuchs und Dachs in ihren Erdbauen. Dabei kommt ein spezialisierter Erdhund (z. B. Teckel oder Jagdterrier) zum Einsatz, der das Raubwild aus dem Bau treibt oder stellt. Sie ist anspruchsvoll und erfordert erfahrene Hunde und Hundeführer.
Bedeutung
Beide Jagdarten haben ihren festen Platz im Raubwildmanagement und in der jagdlichen Tradition. Wie alle Jagdarten lernt man sie am besten mit erfahrener Begleitung.
Hinweis: Reviersystem, Pacht und Fristen sind im Landesjagdrecht geregelt und unterscheiden sich regional — maßgeblich ist das jeweilige Landesrecht.
Häufige Fragen
Was ist Blatten? Das Nachahmen des Reh-Lauts zur Lockjagd in der Blattzeit.
Wozu der Erdhund? Er treibt bei der Baujagd Fuchs oder Dachs aus dem Bau.
Sind das Anfänger-Jagdarten? Eher nicht — beide verlangen Erfahrung und Übung.
Der Weg dahin führt über die Ausbildung
Revier, Recht und Praxis bauen auf einer soliden Ausbildung auf. Vergleiche Jagdschulen nach Bundesland und fordere unverbindlich Angebote an; den Kostenrahmen zeigt der Jagdschein-Kostenrechner.


