
Wildtier gefunden: Was tun? Der Leitfaden
Ein vermeintlich hilfloses Wildtier weckt sofort den Helferinstinkt. Doch oft ist Nicht-Eingreifen die richtige Hilfe. Dieser Leitfaden zeigt, wann du handeln solltest — und wann nicht.
Die wichtigste Regel
Viele „gefundene" Jungtiere sind nicht verwaist: Die Eltern sind in der Nähe und kehren zurück, sobald du dich entfernst. Eingreifen solltest du nur bei klarer Verletzung, akuter Gefahr oder eindeutig verwaisten Tieren.
Je nach Tier
- Jungvögel: meist sitzen lassen — siehe Jungvogel gefunden.
- Rehkitze: niemals anfassen — siehe Rehkitz gefunden.
- Verletzte Tiere: Eigenschutz beachten — siehe verletztes Wildtier.
Wer ist zuständig?
Bei jagdbarem Wild (Reh, Hase, Wildschwein, Fuchs …) ist der örtliche Jagdausübungsberechtigte zuständig; bei geschützten Arten die Naturschutzbehörde oder eine Wildtierauffangstation. Im Zweifel dort anrufen, bevor du ein Tier mitnimmst.
Was du nicht tun solltest
Gesunde Jungtiere mitnehmen, Wildtiere füttern oder als Haustier halten — das schadet meist mehr, als es hilft, und ist bei vielen Arten zudem rechtlich problematisch.
Häufige Fragen
Soll ich ein Jungtier mitnehmen? Meist nein — nur bei klarer Verletzung/Verwaisung.
Wen rufe ich an? Jäger (jagdbares Wild) oder Naturschutzbehörde/Auffangstation (geschützte Arten).
Darf ich es füttern? Besser nicht — falsche Fütterung schadet.
Bei jagdbarem Wild ist der örtliche Jagdausübungsberechtigte (Jäger) zuständig; bei geschützten Arten die Naturschutzbehörde oder eine Wildtierauffangstation. Mehr über die Tiere in unseren Wildart-Steckbriefen.


