
Nasenarbeit und Fährtenarbeit beim Jagdhund
Kein Werkzeug des Jagdhundes ist wertvoller als seine Nase. Auf ihr beruhen das Finden von Wild, das Verlorenbringen und vor allem die Nachsuche auf verletztes Wild. Die Fährten- und Spurarbeit gezielt zu fördern, gehört deshalb zu den wichtigsten Ausbildungszielen. Dieser Beitrag gibt den Überblick; die Erziehungsbasis steht im Beitrag Grundkommandos.
Fährte, Spur und Witterung
In der Jägersprache spricht man bei Schalenwild von der Fährte, bei Haarraubwild und Niederwild von der Spur. Der Hund nimmt die Bodenwitterung auf und arbeitet sie aus — entweder frei suchend oder konzentriert an der Spur. Wie man Spuren auch ohne Hund liest, zeigt der Beitrag Fährten und Trittsiegel lesen.
Aufbau der Fährtenarbeit
Die Nasenarbeit wird systematisch aufgebaut. Über künstlich gelegte Spuren — etwa die Schleppe oder die mit dem Fährtenschuh gelegte Wundfährte — lernt der Hund, einer bestimmten Witterung konzentriert und ausdauernd zu folgen und am Ende das Stück oder den Gegenstand zu finden. Steigerungen in Länge, Alter der Fährte und Schwierigkeit machen die Arbeit sicher. Geduld und saubere Anlage sind hier alles, siehe Jagdhundausbildung.
Die Königsdisziplin: Nachsuche
Die anspruchsvollste Form der Nasenarbeit ist die Nachsuche auf verletztes Wild. Hier arbeitet der Hund die Wundfährte aus — oft viele Stunden alt und über schwieriges Gelände. Sie ist eine Frage der Waidgerechtigkeit und gehört in geübte Hände. Mehr dazu im Beitrag Schweißarbeit und Nachsuche und zum richtigen Verhalten davor unter Nach dem Schuss.
Spezialisten der Nase
Manche Rassen sind auf die Schweißarbeit spezialisiert, etwa der Hannoversche Schweißhund und der Bayerische Gebirgsschweißhund. Viele Vollgebrauchshunde leisten Nasenarbeit ebenfalls auf hohem Niveau.
Die Förderung der Nasenarbeit ist zentral im Jagdhundewesen und Teil der Ausbildung. Finde hier deine Jagdschule.


