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Jagdzeiten & Schonzeiten: Überblick & wie du sie findest
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Jagdzeiten & Schonzeiten: Überblick & wie du sie findest

17. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit

Wann welches Wild bejagt werden darf, ist in Deutschland klar geregelt — aber nicht bundesweit einheitlich. Wer jagt, muss die Jagd- und Schonzeiten seines Bundeslandes kennen. Dieser Überblick erklärt das System, die Prinzipien dahinter und wie du die exakten, verbindlichen Zeiten findest.

Jagdzeit und Schonzeit — der Unterschied

Die Jagdzeit ist der Zeitraum, in dem eine Wildart bejagt werden darf. Die Schonzeit ist umgekehrt der Zeitraum, in dem sie geschont wird und nicht bejagt werden darf. Beide ergänzen sich: Was nicht Jagdzeit ist, ist in der Regel Schonzeit. Außerhalb der Jagdzeit darf das betreffende Wild nicht erlegt werden.

Wer legt die Zeiten fest? Bund und Länder

Das Bundesjagdgesetz (BJagdG) bildet den Rahmen und legt fest, welche Arten dem Jagdrecht unterliegen. Die konkreten Jagd- und Schonzeiten regeln die Bundesländer in eigenen Verordnungen — und sie können von Land zu Land abweichen. Deshalb gilt: Maßgeblich ist immer das Jagdrecht deines Bundeslandes. Manche Länder verkürzen, verlängern oder heben Jagdzeiten für einzelne Arten ab.

Das wichtigste Prinzip: Elterntierschutz

Über allen Zeiten steht der Elterntierschutz (Muttertierschutz). Elterntiere, die für die Aufzucht ihrer Jungen sorgen, dürfen nicht bejagt werden, solange die Jungtiere auf sie angewiesen sind — auch dann nicht, wenn formal Jagdzeit wäre. Bei der führenden Bache ist das genauso zentral wie bei der Ricke mit Kitz. Dieses Prinzip ist Tierschutz und Waidgerechtigkeit zugleich.

Warum es Schonzeiten gibt

Schonzeiten schützen das Wild in sensiblen Phasen — vor allem in der Setz- und Brutzeit, in der Nachwuchs großgezogen wird. So bleibt der Bestand gesund und reproduktionsfähig. Schonzeiten sind damit kein Hindernis, sondern ein Kernbaustein nachhaltiger, waidgerechter Jagd.

Ganzjährig geschont oder ohne Schonzeit

Einige Arten sind ganzjährig geschont (etwa bestimmte bedrohte Arten, die zwar dem Jagdrecht unterliegen, aber faktisch nicht bejagt werden dürfen). Andere — insbesondere invasive Neubürger wie der Waschbär — können in manchen Ländern ganzjährig bejagt werden, stets unter Beachtung des Elterntierschutzes.

So findest du die exakten Jagdzeiten

Verbindlich sind allein die offiziellen Quellen deines Bundeslandes:

  • die Jagdzeitenverordnung deines Bundeslandes (über das zuständige Landesministerium),
  • der Landesjagdverband, der die aktuellen Zeiten meist übersichtlich aufbereitet,
  • deine untere Jagdbehörde bei konkreten Fragen.

Achte immer auf das Datum der Quelle — Verordnungen werden gelegentlich angepasst. Im Zweifel lieber einmal mehr nachsehen.

Häufige Fragen

Sind die Jagdzeiten bundesweit gleich? Nein. Der Bund gibt den Rahmen, die Länder legen die konkreten Zeiten fest — sie unterscheiden sich teils deutlich.

Darf ich in der Schonzeit jagen? Nein, in der Schonzeit ist die betreffende Art geschützt.

Was hat Vorrang — Jagdzeit oder Elterntierschutz? Der Elterntierschutz. Führende Elterntiere sind auch innerhalb der Jagdzeit geschützt.

Wo finde ich die Zeiten für mein Land? In der Jagdzeitenverordnung deines Bundeslandes bzw. beim Landesjagdverband.

Jagdrecht lernst du in der Ausbildung

Jagd- und Schonzeiten, Elterntierschutz und das Landesjagdrecht sind Kernthemen der Jägerprüfung. Gelernt wird das an der Jagdschule — vergleiche Jagdschulen nach Bundesland und fordere unverbindlich Angebote an. Den Kostenrahmen zeigt der Jagdschein-Kostenrechner.

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