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Schwarzwild (Wildschwein): Steckbrief, Verhalten & Bejagung
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Schwarzwild (Wildschwein): Steckbrief, Verhalten & Bejagung

17. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit

Das Schwarzwild (Sus scrofa) — das Wildschwein — gehört zu den anpassungsfähigsten und intelligentesten Wildarten Europas. Steigende Bestände, landwirtschaftliche Schäden und die Afrikanische Schweinepest machen seine Bejagung zu einem zentralen Thema der modernen Jagd.

Steckbrief

  • Sozial: lebt in Rotten (führende Bachen mit Frischlingen und Überläufern); alte Keiler sind Einzelgänger
  • Aktivität: überwiegend nacht- und dämmerungsaktiv
  • Nahrung: Allesfresser (Eicheln, Bucheckern, Wurzeln, Mais, Engerlinge, Aas)
  • Vermehrung: sehr hohe Reproduktionsrate, Frischlinge können fast ganzjährig fallen

Lebensweise

Schwarzwild ist klug, lernfähig und besitzt einen ausgezeichneten Geruchssinn. Die Rotte wird von einer erfahrenen Bache geführt. Reiche Mastjahre (viele Eicheln/Bucheckern) lassen die Bestände sprunghaft ansteigen. Die Tiere weichen Störungen rasch aus und verlagern ihre Aktivität bei Jagddruck noch stärker in die Nacht.

Ansprechen

Unterschieden werden Keiler (männlich), Bache (weiblich), Überläufer (im zweiten Lebensjahr) und Frischlinge (gestreifte Jungtiere). Der Schutz der führenden Bache ist zentral: Wer die Bache erlegt, gefährdet die abhängige Rotte. Sicheres Ansprechen ist hier besonders wichtig — und nachts anspruchsvoll.

Afrikanische Schweinepest (ASP)

Die ASP ist eine für Haus- und Wildschweine tödliche Tierseuche (für den Menschen ungefährlich). Jägerinnen und Jäger spielen bei Früherkennung und Bestandsreduktion eine Schlüsselrolle; Funde von Fallwild sind den Behörden zu melden. Hygiene beim Aufbrechen ist Pflicht.

Bejagung

Schwarzwild wird am Ansitz (oft an der Kirrung), auf Drück- und Bewegungsjagden sowie bei der Pirsch bejagt. Bewegungsjagden im Herbst/Winter sind besonders effektiv. Ein gut geführter Jagdhund ist dabei oft unverzichtbar.

Hinweis: Die genauen Jagd- und Schonzeiten legen die Bundesländer fest und unterscheiden sich regional — maßgeblich ist immer das jeweilige Landesrecht.

Häufige Fragen

Warum sind die Bestände so hoch? Hohe Vermehrungsrate, milde Winter und reiche Nahrung (u. a. Mais) begünstigen das Wachstum.

Ist die ASP für Menschen gefährlich? Nein, sie betrifft nur Schweine — wirtschaftlich und seuchenrechtlich ist sie aber gravierend.

Darf ich die führende Bache schießen? Sie steht unter besonderem Schutz; der Muttertierschutz hat Vorrang.

Vom Wissen zur Praxis

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