
Schwarzwildmanagement: Bestände sinnvoll bejagen
Kaum eine Wildart fordert die Jagd so heraus wie das Schwarzwild. Wachsende Bestände, Wildschäden und die ASP machen ein durchdachtes Schwarzwildmanagement nötig.
Warum die Bestände wachsen
Milde Winter, reiche Mastjahre und großflächiger Maisanbau bieten dem extrem vermehrungsfreudigen Schwarzwild ideale Bedingungen. Ohne konsequente Bejagung steigen die Bestände rasch — mit Folgen für Landwirtschaft und Seuchengeschehen.
Wirksame Bejagungsstrategien
- Revierübergreifende Bewegungsjagden im Herbst/Winter — besonders effektiv.
- Ansitz an der Kirrung und an Schadflächen.
- Moderne Hilfsmittel (z. B. Wärmebildtechnik), soweit rechtlich zulässig.
Muttertierschutz bleibt zentral
Auch beim intensiven Management gilt der Schutz der führenden Bache. Bejagt werden vorrangig Frischlinge und Überläufer — das reduziert den Zuwachs am wirksamsten und bleibt waidgerecht.
ASP-Kontext
Im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest kommt der Bestandsreduktion und der Kadaversuche besondere Bedeutung zu. Das Schwarzwildmanagement ist damit auch aktiver Seuchenschutz.
Häufige Fragen
Warum so viele Wildschweine? Milde Winter, Mais und reiche Mast plus hohe Vermehrungsrate.
Was ist am wirksamsten? Bewegungsjagden und die Bejagung von Frischlingen/Überläufern.
Gilt der Muttertierschutz weiter? Ja, die führende Bache bleibt geschützt.
Hintergrundwissen aus der Ausbildung
Solches Wissen rund um Jagd, Recht und Wild ist Teil der Jägerausbildung. Vergleiche Jagdschulen nach Bundesland und fordere unverbindlich Angebote an; den Kostenrahmen zeigt der Jagdschein-Kostenrechner.


