
Wildkaninchen: Steckbrief & Bejagung
Das Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) ist ein geselliges Niederwild, das in Kolonien unterirdischer Erdbaue lebt — und wird häufig mit dem Feldhasen verwechselt.
Steckbrief
- Lebensweise: gesellig in Kolonien, gräbt Erdbaue
- Aktivität: dämmerungs- und nachtaktiv
- Lebensraum: grabbare, sandige Böden, Böschungen, Parks, Dünen
Wildkaninchen oder Feldhase?
Das Wildkaninchen ist deutlich kleiner als der Feldhase, hat kürzere Löffel (ohne schwarze Spitzen) und kürzere Hinterläufe und lebt gesellig im Erdbau. Der Hase ist Einzelgänger und nutzt die Sasse. Diese Unterscheidung gehört zum sicheren Ansprechen.
Bestandssituation
Die Besätze schwanken stark, vor allem durch die Krankheiten Myxomatose und RHD (Chinaseuche), die ganze Kolonien zusammenbrechen lassen können. Mancherorts ist das Kaninchen häufig, andernorts selten.
Bejagung
Bejagt wird mit der Flinte am Ansitz und auf Gesellschaftsjagden, in geeigneten Revieren auch mit der Baujagd (Frettchen/Erdhunde). Wo Kaninchen Schäden an Deichen, Gärten oder in der Landwirtschaft anrichten, ist die Bejagung besonders relevant.
Hinweis: Jagd- und Schonzeiten regeln die Bundesländer und unterscheiden sich regional — maßgeblich ist stets das Landesrecht.
Häufige Fragen
Wie unterscheide ich es vom Hasen? Kleiner, kürzere Löffel ohne schwarze Spitzen, lebt gesellig im Erdbau.
Warum schwanken die Besätze? Vor allem durch Myxomatose und RHD.
Wie wird es bejagt? Mit der Flinte am Ansitz, auf Gesellschaftsjagden und per Baujagd.
Vom Wissen zur Praxis
Wildarten sicher anzusprechen ist Kern der waidgerechten Jagd — gelernt wird das in der Ausbildung. Vergleiche Jagdschulen nach Bundesland und fordere unverbindlich Angebote an; was die Ausbildung kostet, zeigt der Jagdschein-Kostenrechner.


