
Krickente: Steckbrief, Ansprache und Bejagung
Die Krickente ist die kleinste in Deutschland vorkommende Ente und ein flinker, wendiger Flieger. Wer Wasserwild bejagt, bekommt sie an flachen, deckungsreichen Gewässern häufig zu Gesicht — ihr sicheres Ansprechen gehört zum Handwerk. Sie zählt zum Federwild und ist eng mit der bekannteren Stockente verwandt.
Ansprechen
Die Krickente ist deutlich kleiner und zierlicher als die Stockente. Der Erpel im Prachtkleid trägt einen kastanienbraunen Kopf mit einem breiten, grün glänzenden Augenstreif, der hell gerandet ist; an der Körperseite fällt ein waagerechter weißer Streifen auf. Die Ente ist unscheinbar braun gesprenkelt. Beiden Geschlechtern gemeinsam ist der namengebende grüne Flügelspiegel. Im Flug wirkt die Krickente klein, schnell und in dichten, wendigen Trupps — ein gutes Unterscheidungsmerkmal zu größeren Enten.
Lebensweise
Die Krickente bevorzugt flache, vegetationsreiche Gewässer: Teiche, Verlandungszonen, überschwemmte Wiesen und ruhige Flachwasserbereiche. Sie ernährt sich vor allem von Sämereien und pflanzlichem Material, dazu von kleinen Wassertieren, und gründelt im seichten Wasser. In Mitteleuropa ist sie stark vom Zuggeschehen geprägt — im Herbst und Winter steigen die Bestände durch durchziehende und überwinternde Vögel deutlich an.
Bejagung
Die Krickente wird wie anderes Wasserwild vor allem über den Ansitz an Gewässern bejagt, klassisch am Abend- oder Morgenstrich, wenn die Enten zwischen Ruhe- und Nahrungsgewässern wechseln. Wegen ihres schnellen, wendigen Fluges ist sie ein anspruchsvolles flüchtiges Ziel und verlangt sichere Schießfertigkeit mit der Flinte. Entscheidend ist, sie vor dem Schuss zweifelsfrei anzusprechen, um Verwechslungen mit geschützten Arten auszuschließen. Grundlagen liefert der Beitrag zu den Jagdarten, zur Waffe der Artikel Büchse, Flinte, Kaliber.
Recht: Jagd- und Schonzeiten
Wann die Krickente bejagt werden darf, regeln die Bundesländer; für Wasserwild gelten zudem besondere Vorgaben etwa zum Schutz der Mauser- und Brutzeit. Maßgeblich sind ausschließlich die aktuellen landesrechtlichen Bestimmungen — ein Einstieg ist der Überblick zu Jagd- und Schonzeiten. Alle Arten findest du im Wildarten-Überblick.
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