
Lebensraum Wald: Wild und Jagd im Wald
Der Wald ist der ursprünglichste Lebensraum unseres Wildes — Rückzugsort, Äsungsfläche und Deckung zugleich. Wer den Wald als Ökosystem versteht, jagt und hegt besser. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über den Lebensraum Wald und seine Bewohner. Er gehört zum Themenfeld Wildarten und Hege.
Wer im Wald lebt
Der Wald beherbergt das klassische Schalenwild: Rehwild als Bewohner der Waldränder und Lichtungen, Rotwild in großen, ruhigen Waldgebieten und Schwarzwild in deckungsreichen Beständen. Dazu kommen Raubwild wie Dachs und Baummarder sowie Federwild wie die Waldschnepfe.
Wald und Wild im Gleichgewicht
Wald und Wild stehen in einem empfindlichen Verhältnis. Zu hohe Schalenwildbestände führen zu Verbiss an jungen Bäumen und gefährden die Waldverjüngung — das zentrale Thema des Beitrags Wald, Wild und Verbiss. Eine an den Lebensraum angepasste Bejagung ist daher Kern verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung und Hege.
Jagd im Wald
Im Wald dominieren der Ansitz an Schneisen, Lichtungen und Kirrungen, die Pirsch auf den Waldwegen sowie im Winter die Bewegungsjagd in den Dickungen. Reviereinrichtungen wie Hochsitze werden auf die Waldstruktur abgestimmt.
Den Wald als Lebensraum fördern
Hege im Wald heißt: Ruhe schaffen (siehe Wildruhezonen), Äsung und Deckung erhalten und strukturreiche, gestufte Waldränder fördern. Ein vielfältiger Wald trägt mehr und gesünderes Wild — und ist widerstandsfähiger gegen den Klimawandel.
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