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Baummarder: Steckbrief, Lebensweise und Bejagung
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Baummarder: Steckbrief, Lebensweise und Bejagung

17. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit

Der Baummarder ist der heimliche, an den Wald gebundene Verwandte des bekannteren Steinmarders. Während der Steinmarder bis in Siedlungen vordringt, lebt der Baummarder zurückgezogen in zusammenhängenden Wäldern und bekommt ihn kaum jemand zu Gesicht. Für den Jäger ist das saubere Unterscheiden beider Arten die zentrale Aufgabe.

Ansprechen: Baummarder oder Steinmarder?

Beide Marder ähneln sich stark, doch ein Merkmal hilft zuverlässig: der Kehlfleck. Der Baummarder trägt einen gelblich bis orangefarbenen Kehlfleck, der nach unten meist rundlich und ungeteilt ausläuft. Der Steinmarder hat einen reinweißen Kehlfleck, der sich nach unten oft gabelt und auf die Vorderläufe zieht. Der Baummarder wirkt insgesamt etwas zierlicher, hat eine eher dreieckige Kopfform, eine bräunliche Nase und stärker behaarte Pfotenballen. Eine genaue Beschreibung der Schwesterart bietet der Steinmarder-Steckbrief.

Lebensweise

Der Baummarder ist ein ausgezeichneter Kletterer und überwiegend nachtaktiv. Er bewohnt zusammenhängende Wälder, bevorzugt mit altem Baumbestand, und nutzt Baumhöhlen, alte Greifvogel- und Eichhörnchenkobel als Tageseinstände. Sein Nahrungsspektrum ist breit: Kleinsäuger, Vögel und Eier, Insekten sowie im Spätsommer und Herbst auch Beeren und Früchte. Er lebt einzelgängerisch und beansprucht große Reviere.

Bejagung

Der Baummarder wird deutlich seltener und zurückhaltender bejagt als der Steinmarder, schon weil er heimlicher lebt und in vielen Regionen weniger häufig ist. Wo eine Bejagung erfolgt, kommen die Ansitzjagd, etwa an Kirrungen, und die Fallenjagd mit geeigneten Fallen in Betracht. Wegen der Nacht- und Klettertätigkeit ist er schwer zu erbeuten. Grundlagen liefern die Beiträge zu den Jagdarten und zur Fallenjagd.

Recht: Jagd- und Schonzeiten

Der Baummarder unterliegt dem Jagdrecht, ist aber je nach Bundesland unterschiedlich behandelt; vielerorts sind die Schonzeiten lang. Halte dich strikt an die aktuellen Vorgaben deines Bundeslandes und sprich im Zweifel jeden Marder besonders sorgfältig an. Einen Einstieg bietet der Überblick zu Jagd- und Schonzeiten; alle Arten findest du im Wildarten-Überblick.

Das sichere Ansprechen verwechselbarer Arten ist Kern der Jägerprüfung. Im Vorbereitungskurs übst du es systematisch. Finde hier deine Jagdschule.

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