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Mink (Amerikanischer Nerz): Steckbrief und Bejagung
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Mink (Amerikanischer Nerz): Steckbrief und Bejagung

17. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit

Der Mink, der Amerikanische Nerz, ist ein weiteres Beispiel für ein Neozoon, das den Weg in unsere Natur über die Pelztierhaltung gefunden hat. Aus Farmen entkommene und freigelassene Tiere haben sich an vielen Gewässern etabliert. Als geschickter Jäger an und im Wasser setzt der Mink heimischen Arten erheblich zu.

Ansprechen: Mink, Iltis oder Europäischer Nerz?

Der Mink ist ein schlanker, marderartiger Räuber mit gleichmäßig dunkelbraunem bis fast schwarzem, glänzendem Fell. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist der weiße Fleck an der Unterlippe, manchmal auch am Kinn — anders als beim sehr seltenen Europäischen Nerz, der meist sowohl an Ober- als auch an Unterlippe weiß gezeichnet ist. Vom Iltis unterscheidet er sich durch das einheitlich dunkle Fell ohne die helle Gesichtsmaske des Iltisses. Da Verwechslungen mit geschützten Arten möglich sind, ist sicheres Ansprechen hier besonders wichtig.

Lebensweise

Der Mink ist eng an Gewässer gebunden. Er besiedelt Ufer von Flüssen, Bächen, Seen und Teichen und ist ein hervorragender Schwimmer und Taucher. Sein Beutespektrum ist breit: Fische, Amphibien, Krebse, Wasservögel und deren Gelege sowie Kleinsäuger. Gerade an Brutgewässern kann er empfindliche Bestände von Wasservögeln und Amphibien dezimieren. Er ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und lebt einzelgängerisch in einem Revier entlang des Gewässers.

Warum die Bejagung wichtig ist

Als invasiver Beutegreifer ohne natürliche Einbindung in das heimische Ökosystem gefährdet der Mink bodennah und am Wasser brütende Vögel sowie Amphibien. Er steht außerdem in direkter Konkurrenz zum extrem seltenen Europäischen Nerz und zum Iltis. Aus Sicht des Arten- und Gewässerschutzes ist seine Bejagung deshalb sinnvoll.

Bejagung

Im Vordergrund steht die Fallenjagd mit geeigneten Lebendfangfallen an Gewässern und an gut gewählten Wechseln am Ufer — hier ist Sachkunde im Umgang mit Fallen entscheidend, siehe Fallenjagd-Grundlagen. Ergänzend ist die Ansitzjagd, etwa an bekannten Gewässerabschnitten und in der Dämmerung, möglich. Wegen der Nachtaktivität helfen Wärmebild- und Nachtsichtgeräte beim Auffinden.

Recht: Jagd- und Schonzeiten

Der jagdrechtliche Status des Minks ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Maßgeblich sind stets die aktuellen landesrechtlichen Bestimmungen — ein Einstieg ist der Überblick zu Jagd- und Schonzeiten. Weitere Arten findest du im Wildarten-Überblick.

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