
Wasserwildjagd: Enten in der Praxis bejagen
Die Wasserwildjagd hat ihren ganz eigenen Reiz: das Warten am Gewässer in der Dämmerung, das Pfeifen der Schwingen, der schnelle Schuss auf streichende Enten. Sie verlangt gute Reviervorbereitung, sichere Flintenführung und fast immer einen brauchbaren Hund. Den Steckbrief der häufigsten Art liefert der Beitrag Stockente.
Der Entenstrich
Die klassische Form ist der Ansitz am Gewässer zur Strichzeit — morgens und abends, wenn die Enten zwischen Ruhe- und Nahrungsgewässern wechseln. Erkunde vorher die Flugrouten, wähle einen gedeckten Ansitzplatz mit sicherem Hintergrund und sei rechtzeitig vor Ort. Geschossen wird mit der Flinte auf das streichende Wild; das setzt sicheres Flintenschießen und sauberes Ansprechen der Art voraus — gerade in der Dämmerung anspruchsvoll.
Ohne Hund geht es nicht
Wasserwildjagd ohne brauchbaren Hund ist nicht waidgerecht: Geschossene Enten fallen ins Wasser oder ins Schilf und müssen zuverlässig gefunden und gebracht werden. Der wassersichere Apportierhund ist deshalb Pflicht — mehr dazu im Beitrag Wasserarbeit beim Jagdhund.
Weitere Arten und Methoden
Neben der Stockente sind je nach Land weitere Enten jagdbar, etwa Krickente oder Reiherente; auch Wildgänse werden als Wasserwild bejagt. Lockbilder können den Erfolg erhöhen. Beim Wasserwild ist zudem die Bleifrei-Diskussion besonders relevant, siehe Bleifreie Munition.
Recht: Jagd- und Schonzeiten
Wasserwild unterliegt besonders detaillierten Regelungen — Jagdzeiten, Schutz von Mauser- und Brutzeiten und Einschränkungen in Schutzgebieten. Maßgeblich sind ausschließlich die aktuellen landesrechtlichen Bestimmungen, siehe Jagd- und Schonzeiten.
Die anspruchsvolle Wasserwildjagd und ihr Recht sind Teil der Jägerausbildung. Finde hier deine Jagdschule.


