
Hasenjagd: den Feldhasen waidgerecht bejagen
Der Feldhase ist ein klassisches Niederwild und in vielen Revieren ein Höhepunkt des Jagdjahres. Seine Bejagung hat eine lange Tradition — verlangt heute aber besondere Verantwortung, denn die Bestände sind vielerorts unter Druck. Waidgerechte Hasenjagd und konsequente Hege gehören deshalb zusammen. Den Steckbrief der Art liefert der Beitrag Feldhase.
Bestand zuerst: nur jagen, was tragfähig ist
Die wichtigste Regel der modernen Hasenjagd lautet: Bejagt wird nur, wo der Besatz es verträgt. Bei schwachen Beständen ist Zurückhaltung geboten, und der Schwerpunkt verschiebt sich auf die Niederwildhege — Lebensraum verbessern, Raubwild kurz halten, Deckung und Äsung schaffen. Eine ehrliche Besatzeinschätzung steht vor jeder Streckenplanung.
Die Treibjagd als klassische Form
Die traditionelle Hasenjagd ist die herbstliche Treibjagd: Eine Schützenkette und Treiber gehen durch die Feldflur und bewegen das Wild. Dabei kommt es auf strenge Sicherheit und Disziplin an — die Regeln gleichen denen anderer Gesellschaftsjagden, siehe Niederwild-Treibjagd und Sicherheit im Revier. Der flüchtige Hase wird mit der Flinte und Schrot bejagt; das verlangt sicheres Flintenschießen auf das schnelle, hakenschlagende Wild.
Ansitz und Einzeljagd
Neben der Treibjagd ist auch die ruhige Einzeljagd möglich. Wichtig bleibt das sichere Ansprechen und ein verantwortungsvolles Maß. Erlegte Hasen werden zügig versorgt; zur Wildbrethygiene gehört bei Niederwild besondere Sorgfalt.
Recht: Jagd- und Schonzeiten
Ob und wann der Feldhase bejagt werden darf, regeln die Bundesländer; bei rückläufigen Beständen ist die Jagd teils eingeschränkt oder ausgesetzt. Verbindlich sind stets die aktuellen Bestimmungen deines Bundeslandes — ein Einstieg ist der Überblick zu Jagd- und Schonzeiten.
Verantwortungsvolle Niederwildjagd und Hege sind Teil der jagdlichen Ausbildung. Finde hier die passende Jagdschule in deiner Nähe.


