
Jagd im Herbst: Hirschbrunft, Erntejagd und Wasserwild
Der Herbst ist für viele Jäger die schönste und intensivste Zeit des Jahres. Das Wild ist in bester Verfassung, die Brunft der Hirsche erfüllt die Wälder, die Ernte bringt Bewegung ins Revier, und das Wasserwild zieht. Kaum eine Jahreszeit bietet so viele jagdliche Möglichkeiten. Den Jahresüberblick gibt der Jagdkalender.
Die Hirschbrunft
Das akustische und jagdliche Erlebnis des Herbstes ist die Brunft des Rotwilds: das Röhren der Hirsche in den Morgen- und Abendstunden. Die Tiere sind jetzt aktiv und weniger heimlich, was besondere jagdliche Chancen eröffnet, aber sorgfältiges Ansprechen verlangt. Mehr dazu im Rotwild-Steckbrief und im Beitrag Brunft und Paarungszeiten.
Erntejagd und beginnende Bewegungsjagden
Mit der Ernte verliert das Schwarzwild seine Deckung in den Feldern — die Erntejagd auf abgeernteten Flächen ist eine wirksame Form der Schwarzwildbejagung. Gegen Ende des Herbstes beginnt die Zeit der Bewegungsjagden, die das Wild effizient und störungsarm bejagen.
Wasserwild und Niederwild
Der Herbst ist auch die Zeit des Wasserwilds: Enten und Gänse ziehen und überwintern, die Wasserwildjagd hat Hochsaison. Ebenso fällt die klassische Niederwild-Treibjagd in den Herbst.
Erntedank und Verwertung
Mit den vollen Strecken rückt die Verwertung in den Vordergrund: Wildbret hat jetzt Saison. Vom Aufbrechen bis zur Küche lohnt sich der Blick in die Wildrezepte.
Ein Klassiker zur Brunftzeit ist das Jagderlebnis im Harz — Wildnis und Tradition im Mittelgebirge.
Was wann jagdbar ist, regeln die Länder — verbindlich ist der Überblick zu Jagd- und Schonzeiten. Finde hier deine Jagdschule.


